Cryptocoryne sp. "Flamingo" - Flamingo Wasserkelch
Eine außergewöhnliche und attraktive Züchtung ist die Sorte 'Flamingo'. Das hervorstechende Merkmal ist die hell- bis dunkelrosa Farbe der Blätter. Entstanden ist die Sorte durch eine Laune der Natur in unseren Gewächshäusern. Die 'Flamingo' wird ausschließlich über Meristemvermehrung im Labor kultiviert und auch in der Meristemdose in den Handel gebracht. Ihr Wachstum im Aquarium ist sehr langsam und eine gute Beleuchtung ist für eine erfolgreiche Kultur unbedingt notwendig. Sie wirkt in Kombination mit Moosen oder Hemianthus sehr dekorativ in kleinen Aquarien oder Nano Cubes
Cryptocoryne sp. "Flamingo"
Cryptocoryne sp. „Flamingo“ ist eine außergewöhnliche Züchtung aus der beliebten Gattung der Wasserkelche, die durch ihre einzigartig rosa gefärbten Blätter auffällt. Diese Sorte entstand als spontane Mutation in Dennerle-Kulturen und wird seitdem ausschließlich in Gewebekultur vermehrt. Ihr zartes Farbspektrum, das von hellem Rosé bis zu kräftigem Pink reicht, macht sie zu einer der auffälligsten Mittel- bis Vordergrundpflanzen in modernen Aquascapes.
Merkmale und Erscheinungsbild
Die Blätter der Cryptocoryne sp. „Flamingo“ bilden dichte Rosetten, die in ihrer Farbgebung stark variieren können. Je nach Lichtintensität und Nährstoffversorgung zeigen sich feine Nuancen zwischen Rosa, Pink und vereinzelt grünlich durchzogenen Tönen. Da diese Zuchtform deutlich weniger Chlorophyll enthält als ihre grünen Verwandten, ist sie stärker auf ausreichend Licht und ausgewogene Düngung angewiesen. Der Wuchs ist langsam, wodurch die Pflanze über lange Zeit ihre kompakte Form beibehält.
Herkunft und Vermehrung
Diese Sorte ist keine natürlich vorkommende Wildform, sondern entstand durch eine zufällige Mutation innerhalb von Laborbeständen. Die Vermehrung erfolgt über In-vitro-Kultur, was eine gleichbleibend hohe Qualität und die Freiheit von Algen, Schnecken und anderen Verunreinigungen garantiert. Botanisch wird „Flamingo“ häufig in enger Verwandtschaft zu Cryptocoryne wendtii gesehen, auch wenn die genaue taxonomische Zuordnung nicht abschließend gesichert ist.
Im Aquarium vermehrt sich die Pflanze ganz klassisch wie andere Cryptocoryne wendtii über Ausläufer.
Pflege und Kulturbedingungen
Licht
Die kräftige Färbung der Blätter entwickelt sich nur bei ausreichend starker Beleuchtung. Unter schwachem Licht verblasst der Rosa-Ton und weicht einem blassen Grün. Besonders in gut ausgeleuchteten Aquarien mit zusätzlicher COâ‚‚-Zufuhr zeigt sich die „Flamingo“ in ihrer vollen Farbintensität.
Wasserwerte
Optimale Bedingungen liegen im Temperaturbereich zwischen 22 und 28 °C. Der pH-Wert sollte leicht sauer bis neutral sein (6,0–7,5), während das Wasser weich bis mittelhart sein darf. Stabilität spielt eine entscheidende Rolle – plötzliche Änderungen, insbesondere im pH-Wert, führen häufig zu Wachstumsstockungen oder Blattverlust.
Substrat und Düngung
Ein nährstoffreicher Bodengrund und regelmäßige Wurzeldüngung wirken sich positiv auf die Entwicklung aus. Die Pflanze profitiert von einer konstanten Versorgung mit Mikronährstoffen und Eisen. Da das Wurzelsystem empfindlich auf Umsetzen reagiert, sollte ein einmal gewählter Standort nach Möglichkeit beibehalten werden. Wird die Pflanze zu oft versetzt, kann es zum typischen „Crypt Melt“ (Cryptocorynen-Schmelze) kommen, bei dem die Blätter innerhalb weniger Tage absterben. Solange die Wurzeln aber intakt bleiben, würde die Pflanze neu austreiben.
COâ‚‚-Versorgung
Eine zusätzliche COâ‚‚-Düngung ist nicht zwingend erforderlich, erhöht jedoch die Vitalität und verstärkt die Farbintensität. In Becken ohne COâ‚‚ bleibt die Pflanze oft kleiner und weniger kräftig gefärbt. Eine gute Beleuchtung kann dies nur teilweise ausgleichen.
Verwendung im Aquascaping
Durch ihre kompakte Wuchsform eignet sich die Cryptocoryne sp. „Flamingo“ hervorragend für den Vordergrund und Mittelgrund von Aquarien. In Kombination mit grünen Pflanzenarten entsteht ein lebendiger Kontrast, der dem Becken Tiefe und Struktur verleiht. Besonders in Nano-Aquarien sorgt sie für einen markanten Farbakzent und bildet in Gruppen gesetzt ein harmonisches Gesamtbild.
Einpflanzen und Eingewöhnung
Im Handel wird „Flamingo“ meist als In-vitro-Pflanze angeboten, die sich durch ihren hygienischen, sterilen Ursprung auszeichnet. Beim Einsetzen sollten die Wurzeln vorsichtig von der Nährlösung befreit und möglichst unbeschädigt in den Bodengrund gesetzt werden. Nach dem Pflanzen empfiehlt sich eine Ruhephase, damit die Pflanze sich anpassen und neue Wurzeln bilden kann. Während dieser Zeit kann ein Teil der Blätter absterben, was ein normaler Anpassungsprozess ist.
Besonderheiten
Die Cryptocoryne sp. „Flamingo“ gilt unter Aquarianern als besondere Rarität, da ihre intensive Färbung bislang einzigartig innerhalb der Gattung ist. Ihre Kultivierung verlangt etwas mehr Geduld und konstante Pflegebedingungen, wird jedoch mit einer spektakulären Farbwirkung belohnt. Unter optimalen Bedingungen bleibt die Pflanze kompakt, wächst langsam und bildet mit der Zeit eine geschlossene Gruppe aus leuchtend rosa Rosetten – ein Blickfang in jedem bepflanzten Aquarium.