Die blaue Langarmgarnele var. blau
Macrobrachium dayanum – Die blaue Großarmgarnele
Macrobrachium dayanum gehört zu den auffälligeren Süßwassergarnelen im Aquarium und stammt aus der Familie der Felsen- und Partnergarnelen. Die Art wurde bereits 1893 wissenschaftlich beschrieben und ist in Teilen Südasiens verbreitet. Im Handel taucht sie unter verschiedenen Namen auf, darunter Schokoladen-Großarmgarnele, Ringelhandgarnele oder Schokogarnele. Besonders markant sind die langen Scherenarme der Tiere, die vor allem bei ausgewachsenen Männchen deutlich ausgeprägt sind.
Die Grundfärbung reicht von hellbraun bis dunkel schokoladenbraun. Je nach Stimmung, Bodengrund und Beleuchtung können die Tiere teilweise rötliche oder leicht transparente Bereiche zeigen. Charakteristisch ist der kräftige Körperbau im Vergleich zu klassischen Zwerggarnelen. Erwachsene Tiere erreichen etwa 7 bis 9 Zentimeter Körperlänge und wirken durch die verlängerten Schreitbeine und Scheren noch größer. Die zweite Scherenbein-Paarung ist bei dieser Gattung besonders ausgeprägt und dient sowohl der Nahrungssuche als auch innerartlichen Rangordnungen.
Verhalten und Lebensweise
Macrobrachium dayanum zeigt ein deutlich aktiveres und territoriales Verhalten als viele bekannte Zwerggarnelenarten. Besonders Männchen beanspruchen Reviere und imponieren mit ihren langen Scherenarmen gegenüber Artgenossen. Trotz ihrer räuberischen Veranlagung gelten sie nicht als dauerhaft aggressiv, benötigen jedoch ausreichend Struktur und Rückzugsmöglichkeiten, damit es nicht zu dauerhaften Konflikten kommt.
Die Tiere sind überwiegend dämmerungsaktiv und verbringen viel Zeit zwischen Wurzeln, Steinen oder dichter Bepflanzung. In gut strukturierten Aquarien zeigen sie ein interessantes Sozialverhalten und erkunden permanent ihre Umgebung. Kleine Wirbellose, Schnecken oder geschwächte Tiere können durchaus als Nahrung angesehen werden. Deshalb eignet sich die Art nur bedingt für klassische Gesellschaftsaquarien mit kleinen Zwerggarnelen.
Eine Vergesellschaftung mit robusteren und nicht zu kleinen Fischen ist möglich, sofern genügend Platz vorhanden ist. Sehr kleine Fische oder langsamere Bodenbewohner können dagegen unter Umständen bedrängt werden. Besonders wichtig sind zahlreiche Verstecke aus Holz, Steinaufbauten oder dichten Pflanzenbeständen.
Haltung im Aquarium
Für die Haltung empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 60 Litern. Entscheidend ist weniger die reine Wassermenge als vielmehr die Strukturierung des Beckens. Höhlen, Wurzeln und Sichtbarrieren reduzieren Stress innerhalb der Gruppe deutlich. Häufig wird eine Haltung als Paar oder mit einem Männchen und mehreren Weibchen empfohlen.
Die Art gilt als vergleichsweise robust und anpassungsfähig. Temperaturen zwischen 18 und 26 °C werden gut vertragen. Der pH-Wert darf neutral bis leicht alkalisch liegen. Auch bei der Wasserhärte zeigt sich Macrobrachium dayanum relativ tolerant. In der Natur besiedelt die Art Flüsse, Bäche und ruhigere Süßwasserbereiche mit vielen Versteckmöglichkeiten.
Eine abwechslungsreiche und proteinreiche Ernährung ist wichtig. Gefressen werden spezielles Garnelenfutter, Frostfutter, Lebendfutter sowie kleine Schnecken oder andere tierische Nahrung. Pflanzliche Bestandteile werden ebenfalls aufgenommen, stehen jedoch weniger im Mittelpunkt als bei vielen Zwerggarnelenarten.
Fortpflanzung
Interessant ist die Fortpflanzung dieser Art, da Macrobrachium dayanum ihren gesamten Lebenszyklus im Süßwasser abschließen kann. Die Weibchen tragen die Eier in einer Brutkammer unter dem Hinterleib bis zum Schlupf der Larven. Die Eier verändern während der Entwicklung ihre Färbung von olivgrün über gelblich bis hin zu blassweiß.
Die Larven schlüpfen bereits relativ weit entwickelt und benötigen im Gegensatz zu vielen anderen Großarmgarnelen kein Brackwasser. Dadurch ist die Nachzucht im Aquarium grundsätzlich möglich, auch wenn sie deutlich anspruchsvoller ist als bei klassischen Zwerggarnelen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Jungtiere unter geeigneten Bedingungen relativ schnell wachsen und bereits nach einigen Monaten geschlechtsreif werden können. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Besonderheiten der Art
Die Gattung Macrobrachium ist allgemein für ihre langen Scherenarme bekannt. Der Name selbst bedeutet sinngemäß „großer Arm“. Innerhalb der Aquaristik gehören Arten dieser Gattung zu den interessantesten Beobachtungstieren, da sie ein deutlich komplexeres Verhalten zeigen als viele kleinere Garnelenarten.
Macrobrachium dayanum wurde inzwischen auch außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes nachgewiesen. In Deutschland konnten Populationen in wärmeren Gewässerabschnitten gefunden werden, vermutlich ausgelöst durch ausgesetzte oder entkommene Aquarientiere. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Merkmale
- Aquariengröße: ab 60 Liter
- Größe min/max: 7 – 9 cm
- Härte GH und KH: GH 5 – 15 / KH 0 – 15
- Temperatur: 18 – 26 °C
- pH: 7,0 – 8,0
- Schwierigkeit: mittel
- Verhalten: territorial, räuberisch
- Zucht: im Süßwasser möglich
Kurzbeschreibung:
Territoriale Großarmgarnele mit schokoladenbrauner Färbung und langen Scherenarmen für strukturierte Süßwasseraquarien.
Keywords:
Macrobrachium dayanum Großarmgarnele Schokogarnele Ringelhandgarnele Süßwassergarnele Fächergarnele Flussgarnele räuberische Garnele Aquariengarnele
Meta Description:
Macrobrachium dayanum ist eine schokoladenbraune Großarmgarnele mit interessantem Verhalten und Süßwasser-Nachzucht.
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| Größe max.: | 9 |
| Vermehrung / Zucht: | ? |
| Härte (KH): | 0-15 |
| Härte (GH): | 5-15 |
| optimale Temperatur: | 22°C bis 26°C |
| Verhalten: | Paar- oder Harembildung |
| Schwierigkeit: | mittel |
| optimaler pH: | 7.5 |
| Aquariengröße: | ab 80cm / ca. 100 Liter |