Ludwigia verticillata "Meta"
Ludwigia inclinata var. verticillata „Meta“ stammt aus dem kolumbianischen Departamento del Meta und zählt zu den auffälligeren Stängelpflanzen im Aquascaping. Diese lokale Form hat sich durch ihre intensiven Rot- und Orangetöne einen besonderen Namen gemacht, die unter Wasser deutlich stärker hervortreten als emers. Die Pflanze wurde erst vor einigen Jahren in die Aquaristik eingeführt und fällt vor allem durch ihre feine, vielgliedrige Struktur auf, die in bepflanzten Aquarien als farblicher Kontrastpunkt wirkt.
Erscheinungsbild und Pflege
Unter Wasser bildet „Meta“ schlanke Stängel, die bei guter Pflege Höhen von über dreißig Zentimetern erreichen können. Die Blätter sind schmal, nur wenige Millimeter breit und etwa fünf Zentimeter lang. Sie sitzen in dichten Quirlen am Stängel, meist in einer Anzahl von elf pro Etage, was der Pflanze ihr charakteristisches, filigranes Erscheinungsbild verleiht. Besonders unter starker Beleuchtung beginnt „Meta“ ein intensives Farbspektrum zu entwickeln, das von warmem Orange bis hin zu kräftigen Rottönen reicht. Der Stängel selbst bleibt relativ schmal und verzweigt sich nur mäßig, wodurch sich ein geradliniger, eleganter Wuchs ergibt.
Im Vergleich zu anderen bekannten Varianten dieser Art zeigt sich „Meta“ etwas leichter in der Pflege als die Form „Pantanal“, die häufig als anspruchsvoll beschrieben wird und eher pinke Farbtöne ausbildet. Gleichzeitig weist sie Gemeinsamkeiten mit der Variante „Cuba“ auf, die ebenfalls kräftige Farben zeigt, jedoch breitere Blätter besitzt. Diese botanischen Unterschiede dienen oft als Orientierung, um die Pflanzenformen besser einordnen zu können.
Damit Ludwigia „Meta“ ihr volles Wachstumspotenzial entfalten kann, sind bestimmte Rahmenbedingungen von Vorteil. Starke Beleuchtung spielt eine wesentliche Rolle, denn erst bei hoher Lichtintensität entwickeln sich die auffälligen Rot- und Orangetöne in voller Stärke. Eine konstante Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen unterstützt das Wachstum zusätzlich. Die Zugabe von COâ‚‚ wirkt sich positiv aus und fördert sowohl die Färbung als auch die Vitalität der Pflanze. Bei der Wasserhärte reagiert „Meta“ etwas sensibel – weiches Wasser mit einer Karbonathärte unter vier Grad wird besonders gut vertragen. Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Kopf- oder Seitentriebe, wie bei den meisten Stängelpflanzen.
Besonderheiten
Wenn die Pflanze ohne regelmäßigen Rückschnitt bis zur Wasseroberfläche durchwächst, können sich emerse Triebe bilden. In dieser Form verändert sich der Wuchs deutlich: Die Blätter werden breiter, sitzen nicht mehr in Quirlen, sondern wechselständig am Stängel und es entwickeln sich gelbe Blüten, die außerhalb des Wassers sichtbar werden.
Im Aquarium wird Ludwigia „Meta“ bevorzugt im Mittel- oder Hintergrund eingesetzt. Dort entfaltet sie ihre Wirkung als farbintensiver Akzent, der sich harmonisch zwischen Pflanzen mit grünen oder bronzefarbenen Blattformen einfügt. Durch die feine Struktur entsteht ein lebendiger Kontrast, der besonders in pflanzenlastigen Aquascapes zu einer klaren optischen Differenzierung beiträgt. Diese Eigenschaften machen die Pflanze zu einem beliebten Gestaltungselement, das sowohl farbliche Highlights als auch strukturelle Vielfalt einbringt.
| Pflanzen-Gebinde: | Topf |
| Temperatur: | 15-30 |
| Schwierigkeit: | mittel |
| Wuchshöhe: | 30 |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | schnell |
| CO2 Bedarf: | hoch |
| Lichtbedarf: | hoch (ab 40 lm/L) |
| Herkunft: | Südamerika |
| Pflanzentyp: | Stängel |
| empfohlene Wasserhärte: | weich |