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Plastik Planarienfalle

Artikelnummer: ppf

  • einfach und effektiv
  • ohne chemische Hilfsmittel
  • leicht zu reinigen
  • durch spezielle Bauweise werden nur Planarien entfernt

Kategorie: Wasserpflege


Preis auf Anfrage
momentan nicht verfügbar


Planarienfalle aus Plastik

Übersicht

Diese kompakte Planarienfalle aus Kunststoff ist eine praxisorientierte Lösung zur gezielten Reduzierung von Strudelwürmern im Süßwasseraquarium. Sie erfüllt denselben mechanischen Zweck wie Glasmodelle, setzt jedoch auf ein leichtes, robustes Material und eine besonders einfache Handhabung im Alltag. Mit ihrer geringen Größe ist sie außerdem ideal für Nano-Aquarien geeignet.

Planarien

Planarien gehören zu den freilebenden Plattwürmern und treten vor allem in Becken mit hohem Nährstoffangebot auf. Durch reichliche Fütterung, liegengebliebene Futterreste oder organische Ablagerungen im Bodengrund finden sie optimale Bedingungen vor. Aufgrund ihrer hohen Regenerationsfähigkeit und schnellen Vermehrung können sie sich innerhalb kurzer Zeit stark ausbreiten. Besonders in Garnelenbecken werden sie als problematisch wahrgenommen, da sie Jungtiere, geschwächte Garnelen oder Fischlaich schädigen können.

Planarien sind in vielen Aquarien zunächst unauffällige Begleitorganismen. In stabilen Becken mit moderater Fütterung bleiben sie oft in geringer Anzahl im Verborgenen. Problematisch wird es vor allem dann, wenn sich die Population stark vermehrt. Für Garnelen und in bestimmten Situationen auch für Schnecken können daraus konkrete Risiken entstehen.

Räuberisches Verhalten gegenüber Garnelen

Planarien sind opportunistische Fleischfresser. Neben abgestorbenem organischem Material und Futterresten nehmen sie auch tierische Nahrung auf. Bei hoher Dichte beginnen sie, aktiv nach lebender Beute zu suchen. Besonders gefährdet sind frisch geschlüpfte Garnelenlarven oder sehr kleine Junggarnelen. Diese besitzen noch keinen vollständig ausgehärteten Panzer und bewegen sich weniger schnell als adulte Tiere. Planarien können sich an ihnen festsetzen und mit ihrem ausstülpbaren Pharynx Gewebe ansaugen.

Auch geschwächte oder frisch gehäutete Garnelen sind angreifbar. Während der Häutung ist der Chitinpanzer noch weich, und die Tiere sind weniger beweglich. In solchen Phasen können mehrere Planarien gleichzeitig an einem Tier fressen. Sichtbar wird das häufig durch anhaftende Würmer an Körper oder Kopfbereich.

Gefährdung von Fischlaich und Garneleneiern

In Zuchtbecken stellen Planarien ein besonderes Risiko dar. Sie können abgelegten Fischlaich fressen. Während tragende Garnelen ihre Eier unter dem Hinterleib mitführen, sind diese relativ gut geschützt. Werden Eier jedoch abgestoßen oder befinden sich am Bodengrund, sind sie eine leicht zugängliche Nahrungsquelle.

Auswirkungen auf Schnecken

Schnecken sind in der Regel weniger stark betroffen als Garnelen, da ihr Gehäuse Schutz bietet. Gefährdet sind jedoch sehr kleine Jungschnecken oder frisch geschlüpfte Tiere mit noch weicher Schale. Zudem können Planarien Schnecken angreifen, die geschwächt sind oder längere Zeit regungslos verharren. In seltenen Fällen werden auch Weichteile im Bereich der Gehäuseöffnung attackiert.

Mechanische und biologische Belastung

Neben direktem Fraß können große Planarienpopulationen indirekte Probleme verursachen. Eine starke Vermehrung deutet fast immer auf ein Überangebot an organischem Material hin. Das kann zu erhöhter bakterieller Aktivität, Sauerstoffzehrung im Bodengrund und insgesamt instabileren Wasserverhältnissen führen. Garnelen reagieren auf solche Schwankungen besonders empfindlich.

Zudem besitzen Planarien eine bemerkenswerte Regenerationsfähigkeit. Selbst kleine Körperfragmente können sich zu vollständigen Tieren entwickeln. Dadurch reicht mechanisches Zerteilen oder versehentliches Zerdrücken nicht aus, um sie nachhaltig zu reduzieren. In Kombination mit ihrer Fähigkeit zur schnellen Vermehrung – sowohl sexuell als auch durch Teilung – können sie sich innerhalb kurzer Zeit stark ausbreiten.

Warum Garnelen besonders empfindlich reagieren

Garnelenbecken sind häufig stark strukturiert, enthalten viele Verstecke und werden gezielt proteinreich gefüttert. Diese Bedingungen begünstigen Planarien. Gleichzeitig sind Garnelen auf stabile Wasserwerte angewiesen und reagieren sensibel auf Stress, Verletzungen oder bakterielle Sekundärinfektionen. Verletzungen durch Planarienfraß können Eintrittspforten für Keime darstellen.

In moderater Anzahl sind Planarien nicht zwangsläufig ein akutes Problem. Kritisch wird es bei sichtbarer Massenvermehrung, regelmäßig auftretenden Würmern an Scheiben oder Bodengrund und gleichzeitigem Ausbleiben von Nachwuchs bei Garnelen. In solchen Fällen ist eine gezielte Reduktion der Population in Kombination mit angepasster Fütterung und Pflege sinnvoll, um das biologische Gleichgewicht im Aquarium wiederherzustellen.

Funktionsweise der Falle

Die Kunststoff-Planarienfalle ist zylindrisch und leicht abgeflacht konstruiert und besitzt mehrere kleine Eingangsöffnungen. Im Inneren befindet sich eine Kammer für den Köder. Durch den Geruch angelockt, kriechen die Planarien durch die schmalen Öffnungen hinein. Die spezielle Form der Einlässe erschwert ihnen anschließend das Wiederfinden des Ausgangs. Dieses Prinzip ermöglicht eine gezielte Entnahme der Tiere, ohne das gesamte Aquarium behandeln zu müssen.

Im Unterschied zu Glasvarianten ist Kunststoff bruchsicher und besonders leicht. Das macht die Falle unempfindlich gegenüber Stößen beim Einsetzen oder Entnehmen. Gerade in dicht bepflanzten Aquarien, kleinen Becken, oder Becken mit viel Hardscape lässt sie sich problemlos zwischen Steinen, Wurzeln oder im Bodengrund positionieren. Ihr geringes Gewicht erlaubt eine flexible Platzierung; viele Modelle verfügen zusätzlich über kleine Standfüße oder Halterungen, um eine stabile Lage am Bodengrund zu gewährleisten.

Anwendung

Die Anwendung erfolgt vorzugsweise in den Abendstunden, da Planarien überwiegend nachtaktiv sind. Nach dem Befüllen mit einem geeigneten Köder – häufig eiweißreiche Nahrung wie etwa kleine Fleischstücke – wird die Falle bodennah platziert. Über Nacht sammeln sich die Tiere im Inneren. Am nächsten Morgen kann sie entnommen und außerhalb des Beckens geleert werden. Mehrere Wiederholungen sind meist notwendig, da nie die gesamte Population auf einmal erfasst wird.

Reinigung

Kunststoffmodelle lassen sich nach Gebrauch unkompliziert reinigen. Warmes Wasser genügt in der Regel, um Rückstände zu entfernen. Aufgrund der glatten Innenflächen haften organische Partikel nur geringfügig an. Bei regelmäßiger Anwendung bleibt die Funktion langfristig erhalten. Das Material ist wasserneutral und für den dauerhaften Einsatz im Süßwasseraquarium geeignet.

Wie bei jeder mechanischen Maßnahme ersetzt auch eine Kunststoff-Planarienfalle keine Ursachenbekämpfung. Eine starke Vermehrung der Würmer weist fast immer auf ein Überangebot an Nährstoffen hin. Eine angepasste Futtermenge, das Absaugen von Mulm sowie eine stabile biologische Filterung tragen wesentlich dazu bei, das Nahrungsangebot für Planarien zu reduzieren. In Kombination mit wiederholtem Einsatz der Falle lässt sich die Population schrittweise kontrollieren.

Hersteller: GarPet

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