Hyphessobrycon rosaceus – Weißflossen-Schmucksalmler
Hyphessobrycon rosaceus, allgemein als Weißflossen-Schmucksalmler bezeichnet, gehört zu den beliebtesten Salmlerarten in der Aquaristik. Sein zierlicher Körper mit einer eleganten, leicht transparenten Flossenzeichnung zeichnet sich durch einen sanften rosafarbenen Grundton aus, der in Kombination mit den weißen Flossen besonders dekorativ wirkt. Diese Art ist durch ihre Farbintensität und das lebhafte Schwimmverhalten ein attraktiver Blickfang in kleinen wie großen Gesellschaftsaquarien.
Merkmale und Erscheinungsbild
Der Weißflossen-Schmucksalmler erreicht eine durchschnittliche Größe von etwa 4 bis 5 Zentimetern. Der schlanke, laterale Körper ist mit einer zarten rosa Färbung überzogen, die sich besonders bei gut beleuchteten Aquarien zeigt. Die namensgebenden weißen Flossen sind nicht nur ein optisches Highlight, sondern dienen auch als Unterscheidungsmerkmal gegenüber ähnlichen Arten wie Hyphessobrycon sweglesi oder Hyphessobrycon rosaceus „Rosaflamme“. Der Kontrast zwischen Körperfarbe und Flossen hebt den Fisch selbst in dicht bepflanzten Becken deutlich hervor.
Herkunft und Habitat
Hyphessobrycon rosaceus stammt ursprünglich aus Südamerika, insbesondere aus den klaren, langsam fließenden Gewässern von Guyana, Suriname und dem nördlichen Brasilien. Diese Regionen zeichnen sich durch leicht saure, weiche Wasserbedingungen und reich strukturierte Flussufer mit dichter Vegetation aus. Das Wissen um das natürliche Habitat erleichtert die Haltung im Aquarium: eine Temperatur zwischen 24 und 28 Grad Celsius, ein pH-Wert von 6,0 bis 7,0 und weiches bis mittelhartes Wasser bilden optimale Bedingungen.
Sozialverhalten und Gruppenhaltung
Weißflossen-Schmucksalmler sind Schwarmfische, die nur in Gruppen von mindestens sechs bis zehn Exemplaren ihr natürliches Verhalten entfalten. In diesen Gruppen zeigen sie ausgeprägte Schwimmkoordination, soziale Interaktion und deutlich weniger Scheu. Das harmonische Schwimmverhalten verstärkt die visuelle Wirkung der weißen Flossen und des rosa Körpertons, während die Fische gleichzeitig den Boden und die mittleren Wasserschichten nach Nahrung absuchen.
Ernährung
Hyphessobrycon rosaceus ist omnivor und passt sich gut an handelsübliches Aquarienfutter an. Kleine Flocken, Granulate und gefrorene oder lebende Nahrung wie Artemia, Daphnien oder Mückenlarven ergänzen die Ernährung optimal. Das aktive Fressverhalten, das sich sowohl in Bodennähe als auch in der freien Wassersäule zeigt, fördert eine ausgewogene Nährstoffaufnahme und trägt zu kräftiger Färbung und Vitalität bei.
Zucht und Fortpflanzung
Die Zucht von Hyphessobrycon rosaceus gestaltet sich moderat anspruchsvoll. Die Tiere laichen in dichten Pflanzenbereichen ab, wobei das Wasser leicht weicher und minimal saurer gehalten werden sollte, um das Ablaichen anzuregen. Die Eier werden abgelegt und nicht weiter bewacht, daher empfiehlt sich eine Trennung der Eltern oder die Bereitstellung eines Laichsubstrats, das die Eier schützt. Die Jungfische sind nach dem Schlüpfen etwa 3–5 Tage auf die Versorgung mit feinsten Futterarten wie Infusorien oder Staubfutter angewiesen, bis sie die ersten Artemianauplien annehmen können.
| Göße min.: | 4 |
| Größe max.: | 6 |
| Vermehrung / Zucht: | herausfordernd |
| Härte (KH): | 4-8 |
| Härte (GH): | 2-20 |
| optimale GH: | 5-20 |
| optimale KH: | ? |
| optimale Temperatur: | 24 |
| Temperatur: | 23-27 |
| Verhalten: | Gruppentier |
| Schwierigkeit: | einfach |
| pH: | 5.0-8.0 |
| optimaler pH: | 7,5 |
| Aquariengröße: | ab 80cm / ca. 100 Liter |