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Nannoptopoma spec. orange - Orange-Otocinclus

Artikelnummer: fsh_nso-oo

Endgröße ca. 4 bis 5 cm
Aquariumgröße ab 60cm / ca. 54 Liter, wir empfehlen deutlich größer
für Leitungswasser geeignet 0-6
Wasserwerte 24-28 °C, pH 5.0-7.0, GH 5-15, KH 0-6
Verhalten Gruppentier
Schwierigkeit mittel
optimale Wasserwerte (Fortpflanzung) ? °C, pH ?, GH ?, KH ?
Vermehrung & Zucht schwer

Nannoptoma spec. orange - Orange-Otocinclus ist zwar aktuell nicht vor Ort verfügbar, aber vermutlich bestellbar:   

Kategorie: Welse, Schmerlen & Co


Preis auf Anfrage
momentan nicht verfügbar


Nannoptopoma spec. orange - Oranger Otocinclus

Herkunft

Nannoptopoma spec. „Orange“ zählt zu den bislang nicht eindeutig wissenschaftlich beschriebenen Vertretern der Gattung Otocinclus und wird im Handel meist als besondere Farbform oder lokale Variante geführt. Die genaue taxonomische Einordnung ist schwierig, da innerhalb der Gattung zahlreiche sehr ähnlich aussehende Arten existieren, die sich nur durch feine morphologische Merkmale oder genetische Untersuchungen unterscheiden lassen. Die orangefarbene Ausprägung wird überwiegend aus nördlichen und zentralen Regionen Südamerikas berichtet, insbesondere aus Einzugsgebieten des Amazonas- und Orinoko-Systems. Dort bewohnt die Art überwiegend ruhige Nebenarme, Überschwemmungswälder, kleinere Waldbäche und flache Uferzonen größerer Flüsse.

Diese Biotope sind häufig stark durch Laub, Äste und Wurzeln strukturiert. Während der Regenzeit werden große Flächen überschwemmt, wodurch sich temporäre Lebensräume mit sehr nährstoffarmem, weichem Wasser bilden. Der Untergrund besteht meist aus Sand, feinem Schlamm oder verrottendem Pflanzenmaterial. Die Wasserparameter sind durch niedrige Karbonathärte, geringe Leitfähigkeit und einen leicht sauren pH-Wert gekennzeichnet. Das Wasser ist oft leicht bernsteinfarben durch Huminstoffe aus Laub und Holz. Otocinclus leben dort in lockeren Gruppen und sind überwiegend tagaktiv, wobei sie kontinuierlich Oberflächen nach Aufwuchs absuchen.

Aussehen

Das Erscheinungsbild von Nannoptopoma spec. „Orange“ ist durch eine sehr charakteristische Zeichnung geprägt, die es klar von anderen kleinbleibenden Harnischwelsen unterscheidet. Der Körper ist kompakt, relativ hochrückig und seitlich deutlich abgeflacht. Die Grundfarbe reicht von hellbeige bis cremefarben und bildet einen starken Kontrast zu mehreren deutlich ausgeprägten, schwarzen Querstreifen. Diese Querbänder verlaufen senkrecht über die Flanken, beginnen meist im Bereich des Rückens und ziehen sich bis in die untere Körperhälfte, wobei ihre Anzahl und Intensität individuell leicht variieren können. In der Regel sind drei bis fünf dieser dunklen Querstreifen erkennbar, die dem Fisch ein fast zebraartiges Muster verleihen.

Die namensgebende orange Färbung liegt wie ein warmer Schleier über der Grundfarbe und ist besonders im Kopfbereich, auf dem Rücken sowie zwischen den dunklen Querstreifen sichtbar. Je nach Licht, Untergrund und Ernährungszustand kann diese Färbung von gelblich-orange bis zu einem satten, kräftigen Orange reichen. Die Unterseite bleibt meist deutlich heller und nahezu ungezeichnet. Der Kopf wirkt kurz und gedrungen, mit stumpfer Schnauze und relativ großen, seitlich angeordneten Augen. Das unterständige Saugmaul ist kräftig gebaut und für das Abweiden harter Oberflächen geeignet.

Die Flossen sind kurz, stabil und überwiegend transparent, teilweise mit einem leicht gelblichen Schimmer. Auffällige Zeichnungen in den Flossen fehlen in der Regel, wodurch die Querstreifen auf dem Körper noch stärker hervortreten. Die Rückenflosse sitzt vergleichsweise weit hinten und unterstreicht die gedrungene Körperform. Geschlechtsunterschiede sind äußerlich nur schwach ausgeprägt, wobei Weibchen meist etwas breiter und fülliger erscheinen, insbesondere im Bauchbereich. Insgesamt vermittelt Nannoptopoma spec. „Orange“ durch die Kombination aus kräftigem Körperbau, schwarzer Querstreifung und orangefarbener Tönung ein sehr eigenständiges und unverwechselbares Erscheinungsbild.

Haltung

Die erfolgreiche Haltung von Nannoptopoma spec. „Orange“ setzt ein biologisch stabiles Aquarium voraus. Frisch eingerichtete Becken sind ungeeignet, da sie noch nicht über ausreichend Biofilm und Mikroorganismen verfügen. Ein Mindestvolumen von etwa 60 Litern gilt für eine kleine Gruppe als sinnvoll, größere Aquarien bieten jedoch deutlich stabilere Bedingungen. Da es sich um ausgeprägte Gruppentiere handelt, sollte die Haltung immer in Gruppen von mindestens fünf, besser sechs bis acht Exemplaren erfolgen. Prinzipiell gilt, wie bei den meisten Gruppentieren, je größer die Gruppe, desto besser.

Die bevorzugten Wasserwerte orientieren sich an den natürlichen Lebensräumen: weich bis maximal mittelhartes Wasser, ein pH-Wert zwischen etwa 5,5 und 7,0 sowie Temperaturen im Bereich von 22 bis 26 °C. Kurzfristig werden auch leicht abweichende Werte toleriert, langfristige Stabilität ist jedoch entscheidend. Eine gute Sauerstoffversorgung ist wichtig, da Otocinclus empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren. Die Strömung sollte moderat sein, starke Strömung wird meist gemieden.

Das Aquarium sollte reich strukturiert sein, mit feinfiedrigen Pflanzen, robusten Stängelpflanzen, Moosen, Wurzeln und Steinen. Besonders wichtig sind Oberflächen, auf denen sich Algen und Biofilm bilden können. Laub von Buche, Eiche oder Seemandelbaum kann zusätzlich eingebracht werden, da es nicht nur Verstecke bietet, sondern auch zur Bildung von Mikroorganismen beiträgt. Regelmäßige Wasserwechsel in moderatem Umfang fördern die Gesundheit, abrupte Veränderungen sollten vermieden werden.

Ernährung

Otocinclus spec. „Orange“ ist ein hochspezialisierter Aufwuchsfresser. In der Natur besteht die Nahrung überwiegend aus feinen Algenbelägen, Bakterienrasen, Kieselalgen sowie kleinsten pflanzlichen und tierischen Mikroorganismen. Entgegen der weit verbreiteten Annahme sind Otocinclus keine reinen „Algenputzer“, sondern auf eine sehr vielfältige, kontinuierlich verfügbare Nahrung angewiesen.

Im Aquarium sollte daher immer zusätzlich gefüttert werden. Bewährt haben sich pflanzenbasierte Futtertabletten mit hohem Spirulina-Anteil, feines Granulat für herbivore Welse sowie spezielle Aufwuchsfutter. Ergänzend können überbrühte Gemüsesorten wie Zucchini, Gurke, Kürbis oder blanchierter Spinat angeboten werden. Auch getrocknete Laubblätter werden häufig abgeweidet. Tierische Nahrung spielt nur eine untergeordnete Rolle und sollte, wenn überhaupt, in sehr geringen Mengen enthalten sein. Eine dauerhaft unzureichende Ernährung führt schnell zu Abmagerung, die sich an eingefallenen Bauchpartien erkennen lässt.

Zucht

Die gezielte Zucht von Nannoptopoma spec. „Orange“ ist auch für erfahrene Aquarianer eine Herausforderung. In der Aquaristik stammen die meisten angebotenen Tiere weiterhin aus Wildfängen oder Nachzuchten aus groß angelegten Anlagen. Erfolgreiche Nachzuchten im Heimaquarium werden meist zufällig beobachtet. Als möglicher Auslöser gelten starke Wasserwechsel mit sehr weichem, etwas kühlerem Wasser, die den Beginn der Regenzeit simulieren.

Die Weibchen legen einzelne, transparente bis leicht gelbliche Eier ab, die bevorzugt an glatten Oberflächen wie Pflanzenblättern, Aquarienscheiben oder Dekoration haften. Nach einer kurzen Entwicklungszeit schlüpfen die Larven. Die Aufzucht ist besonders heikel, da die Jungfische extrem kleine Nahrung benötigen und sehr empfindlich auf Wasserbelastungen reagieren. Ein gut entwickelter Biofilm und saubere, stabile Wasserverhältnisse sind entscheidend für das Überleben der Jungtiere.

Vergesellschaftung

Die Vergesellschaftung von Nannoptopoma spec. „Orange“ gelingt in der Regel problemlos, sofern ruhige, friedliche und an ähnliche Wasserbedingungen angepasste Aquarienbewohner gewählt werden. Aufgrund ihrer geringen Endgröße, ihres zurückhaltenden Wesens und ihrer bodennahen Lebensweise eignen sich diese Harnischwelse besonders für gut strukturierte Gesellschaftsaquarien mit kleineren Fischarten aus Südamerika oder vergleichbaren Habitaten.

Sehr gut geeignet sind kleine bis mittelgroße Salmlerarten, die überwiegend den freien Schwimmraum nutzen und die unteren Aquarienbereiche nicht stark beanspruchen. Dazu zählen unter anderem Neon- und Rote Neonsalmler (Paracheirodon innesi, Paracheirodon axelrodi), Glühlichtsalmler (Hemigrammus erythrozonus), Zitronensalmler (Hyphessobrycon pulchripinnis), Schmucksalmler (Hyphessobrycon bentosi) sowie andere friedliche Hyphessobrycon-Arten. Auch kleinere Bärblinge wie Keilfleckbärblinge (Trigonostigma heteromorpha) oder ähnliche ruhige Schwarmfische lassen sich gut integrieren, sofern die Wasserwerte nicht zu stark abweichen.

Ebenso möglich ist die Vergesellschaftung mit kleinbleibenden Zwergbuntbarschen, insbesondere mit friedlichen Arten wie Apistogramma borellii, Apistogramma cacatuoides oder Apistogramma macmasteri. Dabei ist eine strukturreiche Einrichtung mit Wurzeln, Laub und Sichtbarrieren wichtig, damit sich die Revieransprüche der Buntbarsche nicht negativ auf die ruhigen Nannoptopoma auswirken. Auch kleinere Panzerwelsarten wie Corydoras pygmaeus, Corydoras habrosus oder Corydoras hastatus können geeignete Beifische sein, da sie andere Nahrungsquellen nutzen und in der Regel kein aggressives Verhalten zeigen.

Garnelen der Gattungen Caridina und Neocaridina sowie Schneckenarten wie Renn- oder Turmdeckelschnecken werden von Nannoptopoma spec. „Orange“ nicht behelligt und lassen sich gut gemeinsam pflegen. Besonders in bepflanzten Aquarien tragen diese Wirbellosen zusätzlich zur Stabilität des Systems bei.

Zu vermeiden sind große, sehr aktive oder aggressive Fischarten, insbesondere solche, die den Bodengrund stark beanspruchen oder revierbildend auftreten. Dazu zählen größere Buntbarsche, lebhafte Barben, viele Arten von Schmerlen sowie großwüchsige Harnischwelse. Auch sehr durchsetzungsstarke Bodenfische können problematisch sein, da Nannoptopoma spec. "Orange" beim Fressen leicht verdrängt wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fütterung: In Gesellschaftsbecken muss gezielt darauf geachtet werden, dass ausreichend pflanzliche Nahrung den Boden erreicht, da die Tiere sonst trotz scheinbar ausreichender Fütterung schleichend unterversorgt sein können. Eine ruhige Umgebung, stabile Wasserwerte und eine ausreichende Gruppenhaltung sind grundlegende Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche Vergesellschaftung.

Lebenserwartung

Unter optimalen Bedingungen kann Nannoptopoma spec. „Orange“ eine Lebenserwartung von etwa drei bis fünf Jahren erreichen. Entscheidend hierfür sind eine stressarme Haltung, stabile Wasserwerte und eine dauerhaft ausreichende Ernährung. Viele Tiere sterben deutlich früher, was meist auf Transportstress, falsche Eingewöhnung oder chronischen Nahrungsmangel zurückzuführen ist. In gut eingefahrenen Aquarien mit angepasster Pflege zeigen Otocinclus jedoch ein dauerhaft aktives Verhalten, bilden stabile Gruppenstrukturen und können über mehrere Jahre hinweg als interessante und nützliche Pfleglinge beobachtet werden.


Göße min.: 4
Größe max.: 5
Vermehrung / Zucht: schwer
Härte (KH): 0-6
Härte (GH): 5-15
optimale GH: ?
optimale KH: ?
optimale Temperatur: ?
Temperatur: 24-28
Verhalten: Gruppentier
Schwierigkeit: mittel
pH: 5.0-7.0
optimaler pH: ?
Aquariengröße: ab 60cm / ca. 54 Liter
Kontaktdaten


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